Das Gesichtsfeld

Unter dem Gesichtsfeld versteht man jenen Bereich den man mit einem Auge ohne das Auge zu bewegen (d.h. einen Punkt zu fixieren und darauf zu schauen) sehen kann. Die Untersuchung wird für jedes Auge getrennt durchgeführt. Man sitzt dabei vor einem computerunterstützten Gerät, fixiert einen Lichtpunkt der in eine Art Halbkugel projiziert ist. Man wird dann punktförmigen Lichtreizen ausgesetzt und drückt immer auf einen Knopf, wenn man die Lichtmarke gesehen hat.

Die Lichtmarke hat nicht immer dieselbe Lichtstärke, auch die Größe kann sich bei gewissen Untersuchungsstrategien verändern. Beim am häufigsten verwendeten Programm (z.B.: bei Glaukomuntersuchungen) wird die Lichtstärke verändert. Ziel ist es jenen möglichst schwachen Lichtreiz an den verschiedenen Stellen des Gesichtsfeldes festzustellen, den der Patient gerade noch erkennen kann. Je nach Untersuchungsprogramm dauert die Untersuchung pro Auge 3 – 15 Minuten. Es werden auch Fangfragen (in Form von Lichtreizen) gestellt um eine aussagekräftige Untersuchung zu erzielen. Diese Untersuchung ist völlig schmerzfrei, sie erfordert nur Konzentration der zu Untersuchenden. Sie wird daher in einem eigenen Raum und vorzugsweise außerhalb der regulären Ordinationszeiten durchgeführt. Damit wollen wir optimale Untersuchungsbedingungen gewährleisten.

Die Gesichtsfelduntersuchung muss bei Glaukompatienten oder bei Patienten mit dem Verdacht/Risiko auf Glaukom zumindest einmal jährlich durchgeführt werden. Es kann aber auch sein, dass diese ungefährliche, risikolose Untersuchung, die aber etwas anstrengend sein ist, auch mehrmals im Jahr erforderlich ist. Es gibt inzwischen auch Geräte/Messmethoden die für eine Früherkennung besonders geeignet sind. In unserer Ordination sind mehrere solche Möglichkeiten gegeben. Mit dem „Heidelberg Edge Perimeter“ steht unseren Patienten das erste solche Gerät in einer österreichischen Ordination zur Verfügung. Damit ist eine frühere Erkennung beginnender Gesichtsfelddefekte möglich.

Auch mit andersfärbigen Lichtreizen ist unter Umständen eine Frühdiagnose möglich (blau/gelb Perimetrie). Auch diese Untersuchung ist bei uns möglich. Die meist angewendete standardisierte Computerperimetrie, bei der eine weiße Lichtmarke auf einen hellen Hintergrund projiziert wird, erfolgt bei uns mit dem technisch modernsten und besonders patientenfreundlichen Octopus-Perimeter.